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Vang

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Vang: Fischerdorf in Nordbornholm

An der Küste im Nordwesten der dänischen Insel Bornholm, kurz vor der altehrwürdigen Burgruine Hammershus, empfängt der kleine Ort Vang seine Gäste. Wenn man nach Vang fährt, kommt man eine Steile Straße in mehreren Serpentinen die Küste hinunter bis in den Hafen, das Zentrum des Fischerortes. Umringt ist der Hafen von vielen gut erhaltenen Fischerhäusern. Am Hafen gibt es einen Parkplatz, den man als Ausgangspunkt für die Erkundung des Ortes nutzen kann. Zuerst lohnt sich aber ein Blick vom Hafen hinauf zum terrassenförmig angelegten Ort. Die Häuser sind alle herausgeputzt und ankommenden Seglern muss es scheinen, als wollen sie freudig grüßen. Kaum zu glauben, dass hier nur knapp 100 Menschen wohnen. Im und um den Ort liegen einige sehr schöne Ferienhäuser. Mehr ...

Karte Vang, Bornholm


Früher war hier das Zentrum der Steinbearbeitung der Insel. Noch heute wird man im Hafen durch behauene Granitsteinblöcke aus dieser Zeit daran erinnert. Neben den Steinmetzen waren auch immer die Fischer wichtiger Bestandteil der Bevölkerung Vangs. Heute sieht man nur noch selten einen Fischer auf die Ostsee hinaus fahren. Das Bild des Hafens wird von Sportbooten bestimmt.

Die Wassermühle von Vang

Die einzige wirkliche Sehenswürdigkeit ist die Wassermühle von Vang. Diese mit Stroh gedeckte Rarität ist über 200 Jahre alt und in ihrer Bauweise auf Bornholm einzigartig. Die Wassermühle wurde mehrfach restauriert, das letzte Mal 2010 - 2011. Mehr ...

Geschichte

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Der Hafen von Vang

Vang war schon immer ein Fischerdorf. Gebaut wurde es an der einzigen Stelle zwischen Teglkås und Hammershus, an der der Bau von Häusern möglich war. Die erste schriftliche Erwähnung Vangs stammt aus dem Jahr 1570, doch archäologische Funde aus der Eisenzeit belegen, dass die Gegend schon viel früher besiedelt war. Anfang des 19. Jahrhunderts wird vom Hafen, Wassermühlen und mindestens einer Windmühle gesprochen. Um 1870 wurde der Fischereihafen gebaut. Leider nicht groß genug, sodass die Fischer in den Jahren 1880 - 1890 immer wieder Eingaben an den Bornholmer Landtag zur Erweiterung des Hafens schrieben. Dieser war für die angewachsene Flotte an Fischerbooten zu klein geworden. Dazu konnten bei Sturm kaum fremde Fischer in Seenot den Hafen anlaufen. 1898 endlich wurden Bauarbeiten an Kai und Mole geplant.

Erst im späten 19. Jahrhundert, als der Granitabbau auf Bornholm florierte, wurde Vang zur Hauptstadt der Steinbearbeitung auf Bornholm. 1896 wurde für den Granitsteinbruch Ringebakkerne südlich des Ortes eigens ein Verladehafen angelegt, um den abgebauten Granit schnell und kostengünstig abtransportieren zu können. Teilweise wechselten Fischer in den Steinbruch, um ein geregelteres Einkommen zu erzielen. Auch viele Schweden kamen zur Arbeit im Steinbruch nach Vang. Diese Besonderheit des Miteinander von Fischern und Steinmetzen sicherte Vang sein Bestehen.

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Historische Häuser in Vang

Zudem gab es noch weitere Fischer, die nicht zum Fang hinausfuhren, sondern mit ihren Booten Provianthandel betrieben. Dabei handelte es sich um offene sogenannte "Bumboote", mit denen Proviant an die, um Bornholm rege befahrenen, Schifffahrtslinien gebracht wurde eine nicht zu unterschätzende weitere Einnahmequelle der Vanger. Die vorbeifahrenden oder vor Anker liegenden Schiffe wurden mit Kartoffeln, Tabak, Spiritus und Brot versorgt. Ab 1920 wurde diese Art des Handels aber durch offizielle Stellen unterbunden. In dieser Zeit entschieden sich immer mehr Fischer und Bauern, der Arbeit des Steinmetzes nach zugehen. Der Ort wuchs und blühte. Seine Bedeutung auf der Insel wurde immer größer.

Zu Anfang standen nur um den Hafen Häuser, später wurden immer mehr in den Hang gebaut. In Vang sieht man auch nicht nur die alten Lehmhäuser mit Strohdach, sonder viele aus Ziegeln errichtete Häuser mit Dachsteinen. Das war Folge des durch den Steinbruch in den 1920er Jahren einziehenden bescheidenen Wohlstandes. Damit verbesserten sich auch die hygienischen Bedingungen und die Lebensweise in Vang. Vorher waren die Lebensverhälnisse in Vang sehr ärmlich und besonders im Winter hart. Dazu kam, dass der Ort unter Brennstoffmangel litt, weswegen mit Treibholz und Torf geheizt wurde.

Der Steinbruch

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Die Brücke über den Steinbruch

Der Steinbruch bei Ringebakkerne südlich von Vang ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Von dem großzügig angelegten Verladehafen führt ein Durchbruch durch die hohe Felswand der Klippenküste in den Steinbruch. Heute überspannt eine markante begehbare Brücke aus Eisen die Schlucht. Dahinter erwartet einen eine Mondlandschaft früher gerne als "Klondyke" beschrieben, nach der gleichnamigen Goldgräberstadt. 1970 wurde der Betrieb eingestellt. Daraufhin verließen viele Bewohner Vang.

Die Fischerei

Die Fischerei hat in Vang eine lange Tradition. Seit dem Mittelalter wird Hering gefangen und eingesalzen. Hering war früher das Hauptgericht der Bevölkerung. Teilweise wurde drei Mal täglich Salzhering gegessen. Später wurde er auch geräuchert. Teilweise wurde auch Dorsch gefangen. Dorsch wurde auch zu Trockenfisch verarbeitet also gesäubert und aufgehängt. So wurde er für lange Zeit haltbar gemacht. Dieser Trockenfisch wurde bei Bedarf wieder eingeweicht und dann mit Kartoffeln und Senf serviert.

Jons Kapel

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Felswand bei Jons Kapel

Wanderwege führen an der felsigen Küste entlang und bringen Wanderer oder Spaziergänger bis zur Burgruine Hammershus. Büsche und Heiden prägen das landschaftliche Bild des Umlandes von Vang. Etwas südlich von Vang liegt eine der interessantesten Sehenswürdigkeiten Bornholms - Jons Kapel, eine der imposantesten Klippenformationen der Insel. Laut einer Sage lebte im Mittelalter hier ein Mönch, der von dieser Klippe, seiner Kapelle aus zu den Fischern auf der Ostsee predigte. Heute führt eine steile Treppe die Klippen hinuter zum steinigen Strand. Dort kann man die bis zu 22 m hohen Klippen bestaunen. Auch die Höhlen, in denen der Eremit gelebt haben soll, sind begehbar. Nur Vorsicht bei Sturm, wenn das Wasser an den Strand und in die Höhlen gedrückt wird ! Mehr ...

Wasserfall Pissebækken

Auch einen richtigen Wasserfall kann man nördlich von Vang bestaunen, den dritthöchsten Dänemarks. Sein Name Pissebækken mag etwas verwirren, führt er doch das sauberste Wasser der Insel.

Ausgewählte Unterkünfte in Vang



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Ferienhaus in restaurierter Räucherei in Vang (4 Personen)

Wohnfläche: 120 m²
Baujahr: 1870
Zimmer: 2 Schlafzimmer, 1 Bad
Ausstattung: Kamin, Terasse, Seeblick, Sat-TV
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Ferienhaus in Vang (8 Personen)

Wohnfläche: 120 m²
Baujahr: 2009
Zimmer: 4 Schlafzimmer, 2 Badezimmer
Ausstattung: Terrasse, Kamin, Sat-TV, Fußbodenheizung, Sauna, Whirlpool
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