Dänemark: Insel Møn
Die dänische Insel Møn liegt in der Ostsee süd-östlich von Seeland und nord-östlich von der Insel Falster und umfasst eine Fläche von 218 km². Møn bildet nach Bornholm die östlichste der dänischen Inseln in der Ostsee. Die höchste Erhebung auf Møn ist der Aborrebjerg mit 143 Metern. Fehmarn ist die deutsche Partnerinsel von Møn. Diese Partnerschaft wird von der EU im Rahmen des Programmes INTERREG gefördert. Die Insel gehört zur Großgemeinde Vordingborg. Größte Stadt der Insel ist Stege, in der gleichnamigen Bucht im Nordwesten der Insel. Hier befindet sich auch das Touristenzentrum. Man erreicht die Insel entweder über Brücken und Dämme von Nachbarinseln aus oder mit der Fähre.
Zu den Sehenswürdigkeiten auf Møn sind auf jeden Fall Gut Marienborg und Schloss Liselund zu zählen. Auf dem Gut stand früher das Schloss Marienborg, das jedoch aufgrund des schlechten Gebäudezustandes abgerissen werden musste. Die restlichen Gebäude auf dem Gut sind trotzdem einen Besuch wert und auch der Antik Markt, auf dem man ausgesuchte Stücke finden kann, ist bekannt. Schloss Liselund ist ein klassizistisches Landhaus inmitten eines englischen Landschaftsparks und wurde von den Bewohnern des Gutes als Sommerlaube genutzt. Hier ist auch ein Standort des Dänischen Nationalmuseums. In der Nähe von Keldby befindet sich der Museumsgarden, ein Bauernhof von 1800. Im Inneren der Gebäude wurde alles im Zustand von 1913 erhalten, was den Besuch hier zu einer interessanten Zeitreise macht.
Ebenfalls einen Besuch wert sind die Landkirchen von Møn, allen voran die älteste in Elmelunde. Aber auch in Fanefjord, Keldby und Damsdolte befinden sich schöne Kirchen. Die ersten drei sind besonders sehenswert, da in ihnen die Kalkmalereien des Elmelunde-Meisters betrachtet werden können. Die Bilder in warmen Naturtönen stellen Alltagssituationen, biblische Geschehnisse, aber auch mythologische Gestalten wie das Einhorn dar. Entstanden sind die Bilder um 1450 und wurden 1885 bei Restaurierungsarbeiten wiederentdeckt. Die Insel Nyord liegt am Nordzipfel von Møn. Auf den Salzwiesen dieses Naturschutzgebietes können unzählige Vogelarten beobachtet werden. Auf der Westseite der Insel kann man Megalithanlagen besichtigen, die aus dem Neolithikum stammen. Im Südosten befindet sich der Freizeit- und Fischereihafen Klintholm Havn. Ganz in der Nähe befindet sich der 1845 erbaute Leuchtturm Møns Fyr.
Die bekannteste Sehenswürdigkeit der Insel ist aber Møns Klint, eine steile Kreideküste am Ostende der Insel. Diese grüßen die vorbeifahrenden Schiffe, die auf dem Weg von Rostock nach Trelleborg in Schweden sind. Im GeoCenter Møns Klint wird einem die Flora und Fauna der Kreidefelsen interaktiv nähergebracht. Da die Kreide auf Møn und die von Rügen zur selben Zeit entstanden sind, spricht man von den beiden Schwesterinseln Rügen und Møn.
Als Urlauber kann man auf der Insel Ferienhäuser mieten, besonders beliebt sind die Häuser an den Stränden Rabylille an der Südküste und Ulvshale im Norden. Eine Alternative sind Campingplätze: der größte liegt in Ulvshale Skov, aber auch bei Möns Klint und südlich von Harbölle gibt es Campingplätze.
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