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Helligpeder

Fischerdorf an der Westküste

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Das idyllische kleine Helligpeder

Helligpeder ist ein kleiner und verträumter Ort an der felsigen Westküste Bornholms zwischen Hasle und Vang. Dort, wo man wie kaum irgendwo auf der Insel die Sonne in der Ostsee untergehen sehen kann, scheint die Zeit stillstehen geblieben zu sein. Rund um den kleinen Hafen liegen die Häuser samt Räucherei im Schatten der steilen Küste.
Fernab der ausgetretenen Touristenpfade erlebt man in Helligpeder ein Bornholm, wie es schon vor hundert Jahren seine Tage verstreichen lies. Nur die früh auf die Ostsee fahrenden Fischer wird man vermissen, sie gibt es nicht mehr. Heute teilen sich Sportfischer und Segler den kleinen Hafen.
Von Helligpeder aus kann man viele schöne Wanderungen an der zerklüfteten Westküste Bornholms starten. In Richtung Norden geht es erst nach Teglkås und dann nach Vang. Nördlich von Vang findet man Jons Kapel, eine steile Felsenformation, in deren Höhlen eins ein Eremit gelebt haben soll.

Karte Helligpeder, Bornholm

Geschichte

Die Herkunft des Ortsnamens ist nicht hinreichend geklärt. Man geht davon aus, dass ein Bautastein oder eine heilige Quelle aus der Gegend Namensgeber ist. Im Jahr 1570 ist der Ort erstmalig Urkundlich erwähnt. Zentrum des Ortes war immer der Hafen um den sich ein paar Familien angesiedelt hatten.
1870 wurde der Hafen mit mehreren Hafenbecken aus schweren Granitsteinen ausgebaut. Seine Gestalt hat er seither nicht verändert und ist heute noch so erhalten. Einzig immer wieder auftretende Sturmschäden wurden beseitigt und ausgebessert. Ab 1911 war der Ort an die Straßen der Insel angebunden.

Hafen & Fischerei

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Der Hafen von Helligpeder

Der kleine Hafen bietet bis zu 20 Booten Platz. Im Jahr 1812 beschreibt ein Militärschreiber es so: "Im Hafen liegen 11 Boote und ein Einbaum." In den 1950er Jahren sind es sechs Fischkutter, die Helligpeder als Heimathafen anlaufen. Häufig jedoch ist das unmöglich, da der Hafen mit Niedrigwasser zu kämpfen hat. In diesem Fall mussten die Fischer in den Hafen von Halse ausweichen und konnten Helligpeder erst bei ausreichendem Wasserstand anfahren. Im schlimmsten Fall aber, konnten die Fischer wegen des flachen Wasserstandes trotz guten Fischfangbedingungen gar nicht erst auslaufen. Bei guten Bedingungen liefen die Fischer am Abend aus, um ihre Netze auszulegen. Ca. 1 - 2 Uhr früh kehrten sie in den Hafen zurück, um den Fang an Land und in die Räuchereien zu bringen. Danach wurden die Netze geflickt und repariert.

Die Räuchereien im Ort

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Eine der Räuchereien von Helligpeder

In Helligpeder wurden vier Räuchereien gebaut. Alle vier sind noch heute erhalten, aber nicht mehr in Betrieb. Zu den Hochzeiten der Heringsräucherei auf Bornholm galten die Heringe aus dem Ort als die besten Räucherfische Bornholms. Die Arbeit in der Räucherei war hart und entbehrungsvoll. Schon sehr früh am Morgen wurde der Heringsfang der Nacht übernommen und die ersten Schornsteine füllten sich, mit den noch silbernen Fischen. Nach dem Räuchern schimmern sie golden. Den ganzen Tag bis in die späten Abendstunden waren die Männer und Frauen mit dem Räuchern beschäftigt. Als in den 1950er Jahren hygienische Standards auch in der Fisch verarbeitenden Industrie Einzug hielten, machte diese Entwicklung auch vor den kleinen Räuchereien nicht Halt. Geflieste Räume, ausgestattet mit Sanitären Anlagen wurden Vorschrift und kosteten vielen Bornholmer Räuchereien die Existenz. Auch in Helligpeder gingen die Räuchereien an diesen Vorschriften zu Grunde. In der Museumsräucherei von Hasle kann man heute viel über die Geschichte der Räucherei auf Bornholm erfahren. Mehr ...






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