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Landschaft & Natur auf Bornholm

Bornholm - Ein wunderschönes Fleckchen Erde

Eine Bornholmer Sage berichtet: Als Gott die Welt erschuf, hatte er zum Ende hin so circa 1.700 Millionen Jahre vor der Geburt seines Sohnes Christus noch einige Reste schönster Natur übrig. Kurzerhand wischte er schroffe Klippen, feinen Sand, Kiefernsamen für dunkelgrüne Wälder und viele Blüten- und Kornsamen aus den Händen als er sich zufällig über der GPS-Position 55.11190 N - 14.88945 (Kreuzung 55. Breitengrad und 15. Längengrad) befand (davon ausgegangen, dass Gott GPS besitzt) und hinterließ so einen paradiesischen Klecks in der Ostsee Bornholm.

Blick in einen ehemaligen Steinbruch - heute der Opalsee auf Bornholm
Blick in einen ehemaligen Steinbruch - heute der Opalsee

Heute erkunden Fahrradfahrer und Wanderer gern die spezielle, mal skandinavische, mal typisch dänische Natur der Insel. Sie erleben sie häufig felsig, durchsetzt mit teils urwaldartigen Wäldern, durchzogen von tiefen Schluchten, aufsteigend zu sanften Hügeln mit üppigen Wiesen, schier endlosen Kornfeldern, in denen Mohn- und Kornblumen Farbakzente setzen. Schroffe Klippen lösen weiße Sandstrände gen Norden ab, dazu Heidelandschaften, Seen und Moorgebiete. Dazwischen liegen malerische Ortschaften, in deren Straßen große Hortensienbüsche blühen, Stockrosen sich sommers an die bunt gestrichenen Fassaden der Häuschen lehnen und Feigen- oder Maulbeerbäume den Dorfplatz säumen. Über die geologische Geschichte der Insel informiert das Erlebniszentrum NaturBornholm. Das Museum am Rande von Aakirkeby vermittelt auf ansprechende und interessante Art-und Weise die Entstehung von Bornholm und seiner heutigen Pflanzen- und Tierwelt.

Die schönsten Strände der Ostsee

Die schönen Sandstrände, für die Bornholm weit über die dänischen Landesgrenzen hinaus bekannt ist, findet man im Süden der Insel. Von Sømarken, über Dueodde bis Balka umschließt ein nicht enden wollender weißer Sandstrand wie ein weißes Band die Südostspitze Bornholms. Aber auch im Norden Bornholms findet man in kleinen verträumten Buchten Sandstrände. Besonders die Strände von Tejn, Melsted und Sandvig laden bei Sonnenschein zum baden ein. Alle Badestrände Bornholms finden Sie hier.

Dueodde - einer der vielen schönen Ostseestrände Bornholms
Dueodde - einer der vielen schönen Ostseestrände Bornholms

Bornholms Klippen

Im Gegensatz zum Rest Dänemarks besteht Bornholm zu großen Teilen aus hartem Gestein - Granit und Gneis. Überall tritt es zu Tage, ob in den Steinbrüchen der Insel, in denen auch Führungen statt finden, oder an einer der zahlreichen Felsformationen wie Jons Kapel und Hvide Kleven, nördlich von Hasle. Dort steigen die Felsen über 40 Meter aus dem Meer auf, eine beeindruckende Kulisse, die vom Lärm der anrollenden Wellen noch verstärkt wird. Einmal quer über die Insel findet man bei eine der beeindruckendsten Felsformationen im gesamten Ostseeraum - die Helligdomsklippen - die ebenfalls majestätisch über der Ostsee Wind und Wetter trotzen. Auch das Hammer-Granitplateau an Bornholms Nordspitze ist sehr beeindruckend.

Die Helligdomsklippen bei Gudhjem auf Bornholm
Die Helligdomsklippen bei Gudhjem

Felder, Wälder und Seen

Da Bornholm seit langem intensiv landwirtschaftlich genutzt wird, bestimmen Felder den Eindruck der Insel. Wenn sie von kleinen Wäldern durchbrochen werden, bestehen diese meist aus Rotbuchen, Eschen, Buchen- und Traubeneichen. Kiefern findet man besonders im sandigen Süden der Insel von Sømarken bis Dueodde. Das größte zusammenhängende Waldstück im Inneren Bornholms ist Almindingen. Dieser, zu Beginn des 19. Jahrhunderts angelegte, Forst wird in Teilen auch von Nadelgehölz wie Fichten und Tannen bestimmt. Die größte Heidefläche der Insel findet man auf Hammeren im Norden. Zwischen dem weitläufigen Heidekrautbewuchs gibt es Moorseen und Niedermoore. Wundervoll ist die Landschaft auch rund um Hasle. Drei ehemalige Kohle- und Tongruben sind jetzt Seen und tragen zu Recht die Namen Safirsø, Smaragdsø und Rubinsø.

Die grüne Insel - weite Felder auf Bornholm
Die grüne Insel - weite Felder auf Bornholm

Bornholms Schluchten und Täler

Die Insel verdankt ihr Aussehen der letzten Eiszeit im Quartär. Die Tonnen schweren Gletschereismassen schürften durch ihre Bewegung das Gestein stark ab und es entstand die Wellenform der Insel. So schufen sie auch eine Vielzahl von Schluchten. Die bekanntesten von Ihnen sind Ekkodalen, Døndalen und Dovredalen. Nachdem die Gletscher abgeschmolzen waren hinterließen sie überall auf der Insel riesige Findlinge. Diese hatte das Eis von Schweden bis nach Bornholm transportiert.

Im Tal des Læså Baches auf Bornholms
Im Tal des Læså Baches

Bornholms Wasserfälle

Durch seine felsige Grundstruktur kann Bornholm auch auf eine weitere Besonderheit in Dänemark verweisen - Wasserfälle. Durch die Spalttäler der Insel und die Felsen an ihren Flanken, kommt es an mehreren Stellen der Insel zu großen Gefällen an den Wasserläufen. Den höchste von Ihnen findet man im Døndalen. Das Døndalen liegt zwischen Gudhjem und Tejn an Bornholms Nordküste und erstreckt sich ins Inselinnere. Mit einer Höhe von 20 m ist das auch der höchste Wasserfall Dänemarks. Besonders im Frühjahr ist die Wanderung durch das Tal zum wasserfall sehr empfehlenswert. Ein weiterer etwas kleinerer Wasserfall liegt nur unweit südlich - der Kobbeå Wasserfall. Das Tal der Kobbeå mündet sündet südlich von Melsted in die Ostsee. Aber auch an Bornholms Westküste kann man einen Wasserfall bewundern. Dieser Pissebækken genannte Wasserfall ist der Abfluss eines kurzen Baches, der zwischen Slotslyngen und Vang in die Ostsee mündet.

Der Wasserfall im Tal des Kobbeå Baches auf Bornholm
Der Wasserfall im Tal des Kobbeå Baches



Interessantes: Lage & Größe Insel Bornholm