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Jons Kapel

Schroffe Felsen an der Westküste Bornholms

Nördlich des kleinen Fischerortes Teglkås an der Westküste der dänischen Insel Bornholm liegt die Klippenformation Jons Kapel, früher auch als Jons Kirche bezeichnet. Einer der Felsen ragt 22 m steil und schlank in die Höhe und soll Namensgeber gewesen sein. Er sieht vom Strand wie ein Kirchturm aus. Der Sage nach soll ein Einsiedler Mönch und Missionar namens Jon dort in den Höhlen der Gegend gelebt und meditiert haben. Die Höhlen sind nur von See aus zu sehen. Eine zum Meer geöffnete Höhle nennt sich die Kanzel oder Predigerkanzel.

Karte von Jons Kapel, Insel Bornholm, Dänemark

Heute führt eine 171 Stufen lange Treppe die Klippen hinab zur Predigerkanzel. Von dort aus soll der Prediger zu den Bornholmer Fischern (damals noch Heiden) gepredigt und Ihnen den Seegen mit auf See und zu ihren Fischfahrten gegeben haben. Weiter in Richtung Süden findet man drei Höhlen, in denen er gelebt haben soll. Eine Höhle nennt sich der Kirchenraum oder die Kapelle. Die anderen Höhlen tragen Namen wie Speisekammer, Sakristei, Esszimmer und sogar Schlafzimmer - eine ganze Wohnung also für den Mönch.

Die lange Treppe hinunter zur Klippe von Jons Kapel, Bornholm, Dänemark

Die lange Treppe hinunter zur Klippe von Jons Kapel

Um die Felsformation zu schützen wurde Jons Kapel im Jahr 1907 unter Naturschutz gestellt. Weitere geologische Besonderheiten sind die Riesentöpfe am Strand. Diese entstanden durch Mahlvorgänge der Wellen an den Steinen. Einer der Riesentöpfe wird auch Jons Taufbecken genannt.

Hvidkleven - der Vogelfelsen

Nördlich von Jons Kapel erhebt sich eine 41m hohe und steile Felswand. Die Hvidkleven oder auf Deustch "Weiße Klippen" sehen bei starkem anlandigem Wind oder Sturm wegen der aufschäumenden Gischt weiß aus. Dieses Schauspiel sollte man sich nicht entgehen lassen.

Die Klippe Hvidkleven nördlich von Jons Kapel, Bornholm, Dänemark

Die Klippe Hvidkleven nördlich von Jons Kapel

Eine Wanderung zu Jons Kapel beginnt entweder in Teglkås oder auf dem eigens eingerichteten und gut ausgeschilderten Parkplatz oberhalb der Klippen. Von dort sind es nur wenige hundert Meter bis zur steilen Holztreppe, die hinab zum Strand führt. Die Treppe wurde in einen natürlich entstandenen sogenannten Diabasgang eingearbeitet. Dabei handelt es sich um ein Gestein, das schneller als der harte Granit verwittert und so diesen Gang entstehen lies. Das Diabasgestein wurde wahrscheinlich als flüssige Lava von unten in die Granitspalte gedrückt, bevor es sich an der Oberfläche abkühlte.

Die Höhle von Jons Kapel, Bornholm, Dänemark

Die Höhle von Jons Kapel

Man kann die Wanderung gut mit einem Abstecher ins Blåskinsdalen, einem der vielen ursprünglichen Spalttäler Bornholms, verbinden. Die Wanderwege führen bis ins etwas nördlich gelegene Vang.

Jons Kapel

Jon Kapelvej 4
DK - 3790 Hasle
Bornholm

Blåskinsdalen

Auch das Blåskinsdalen wurde wie die anderen Bornholmer Spalttäler durch die Kräfte der Natur geformt. Wind & Wetter, Eis und Frost haben dieser Spalte im Granit ihren Stempel aufgedrückt. Am Ende des Tals findet man eine kleinen Wasserfall. Der "Jættebujl" ist ein riesiger Findling, der dort nach der letzten Eiszeit liegen blieb. Besonders im Frühjahr ist das Blåskinstal ein sehr zu empfehlendes Ausflugsziel, da sich dann die frische Natur in all ihren Farben zeigt und der Bach das meiste Wasser führt.

Wanderung durch das Blaskinsdalen, Bornholm, Dänemark

Wanderung durch das Blåskinsdalen

Duehullet

Duehullet nennt sich ein sogenannter "Trockener Ofen" am Eingang zum Blåskinstal. Diese Höhle geht nördlich von Hvidkleven tief ins das Gestein. Leider ist die Höhle vom Landweg kaum erreichbar. Mit dem Boot ist es auf dem Seeweg bei ruhiger See umso einfacher. Mit einem kleinen Boot kann man nahe der Höhle anlanden. Dort lebdende wilde Haustauben haben der Höhle ihren Namen gegeben. Durch die eindrucksvolle Akkustik der Klippenwände kann ihr Gurren interessante Geräusche erzeugen. Am bereits beschriebenen Wasserfall an den Klippenwänden findet sich neben einer satten Vegetation eine äßerst seltene Wassermottenart, ein Relikt aus wärmeren Zeiten.



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