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Seen auf Bornholm

Für die dänische Insel Bornholm ist Wasser von großer Bedeutung. Die 588 kmē große Insel besitzt einen Küstenstreifen von insgesamt 158 km Länge an der Ostsee. Auf der Insel selbst gibt es Süßwasserseen, die durch Wasseradern gespeist werden. Ihre Anzahl ist im Vergleich zum dänischen Festland jedoch nicht allzu groß. Während der Eiszeit bewegten sich die Gletschereismassen in südlicher Richtung über die Insel und hinterließen ein welliges Bodenprofil mit Erhebungen und Granitmassiven. In dieser Zeit sind insbesondere im Norden der Insel durch schmelzendes Eis Moränenseen entstanden.

Viele der kleineren Binnenseen auf Bornholm haben sich zu Moorasten entwickelt. Das gilt ganz besonders für einige der im Bereich von Almindingen, dem größten Waldgebiet der Insel, gelegenen Seen. Andere Seen sind üppig mit Schilfgras und Röhricht, aber auch mit Seerosen bewachsen. Der Bewuchs deckt kleinere Wasserflächen vollständig ab. Auch der im Bereich der bewaldeten Rø Plantage gelegene, als Stausee angelegte Røsø ist großflächig mit der selten gewordenen Kleinen Teichrose bewachsen. Der See ist dadurch nicht nur aus botanischer Sicht wertvoll geworden. Durch den Bewuchs entstehen optimale Rückzugsbereiche für die im See beheimateten Süßwasserfische, die in wachsender Artenvielfalt anzutreffen sind. Bei Anglern, die sich auf Bornholm nicht ausschließlich auf den Salzwasserbereich konzentrieren wollen, gilt der See als interessantes, aber nicht einfaches Revier. Viele Fische geben die sich ihnen bietenden Möglichkeiten, in Deckung zu bleiben, nicht leichtfertig für einen Angelköder auf.

Als Angelseen auf Bornholm sind auch die kleinen Waldseen wie der in Almindingen gelegene Asedamme beliebt. Die Ruhe und die besondere Atmosphäre der Landschaft ermöglichen ein totales Abschalten vom Alltag.

Angler schätzen aber auch den Hammersø. Der langgezogene See gilt als größter See auf Bornholm. Er liegt, nicht weit von der Ostseeküste im Norden Bornholms entfernt, zwischen den Erhebungen von Langebjerg und den Granitfelsen von Hammeren und ist bei einer Breite von etwa 150 m fast 700 m lang. Direkt daneben liegt der Opalsø. Beide sind vom Menschen erschaffene Seen. Sie sind Überreste alter Granitsteinbrüche und nach deren Stilllegung mit Süßwasser geflutet worden.



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Ein weiterer beliebter Angelsee auf der Insel Bornholm ist im Moorgebiet bei Klemensker gelegene, mittelgroße Krasmose.

Auch andere der Seen auf Bornholm sind durch menschliches Tätigwerden entstanden. Beim Abbau von Steinkohle südlich von Hasle stieß man beispielsweise auf die tiefe Wasserader, die seither den Rubinsø speist. Auch der in der Nähe gelegene Smaragdsø und der Safirsø sind im Zuge des Abbaus von Bodenschätzen auf der Insel Bornholm entstanden. Diese Seen verdanken ihre Namen den Farben in denen sie bei Sonnenschein schimmern.

Einzelne Seen tragen ihre Herkunft sogar im Namen, wie der Stenbrudsøen, der entstand, als ein alter Steinbruch geflutet wurde. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wurden auf Bornholm besonders die Granit- und Gneisvorkommen abgebaut. Zum Erbe des Bergbaus gehören Seen, die bei meist unregelmäßiger Bodenstruktur teilweise große Tiefen aufweisen.



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