Lilleborg & Gambleborg
Die Lilleborg
Diese Festungsanlage liegt im Zentrum der Insel, mitten im Waldgebiet Almindingen. Sie diente im frühen Mittelalter dem dänischen König als Zentrum der weltlichen Macht auf Bornholm. Es war der Gegenpol zu Hammershus, der von der Kirche und dem Erzbischof genutzten Festungsanlage im Norden der Insel.
1259 wurde die Anlage durch einen Angriff des Erzbischofs Jakob Erlandsen mit Unterstütztung des Fürsten Jaromar von der Insel Rügen zerstört. Das war die Folge des ständig herrschenden Machtkampfes zwischen Kirche und König auf der Insel.
Bei Ausgrabungen wurden jedoch Münzen gefunden, die auch auf eine spätere Nutzung der Anlage schließen lassen. Sie wurde also anscheinend nicht vollständig zerstört, sondern verfiel dann nach und nach.
Der Borgesøen ist ein See in direkter Nähe der Festungsreste. Er wurde damals als Teil der Verteidigungsanlage genutzt.
Die Gambleborg
Die Gambleborg liegt auch im Waldgebiet Almindingen. Damals war das Gebiet aber noch nicht aufgeforstet. Vielmehr war es eine wenig bewaldete, hügelige Landschaft mit Mooren, Seen, Tälern und vielen Findlingen.
Die Gambleborg erlebte ihre Hochzeit vor der Lilleborg, in der Wickingerzeit zwischen 800 - 1100. Zu dieser Zeit war sie die Hauptfestung der Insel und diehnte der Inselbevölkerung als Zuflucht vor fremden Plünderern. Bornholm wurde wegen seines Reichtums oft von fremden Truppen heimgesucht. Auch bei Naturkatastrophen suchten die Menschen hier Schutz.
Heute kann man nur noch einige wenige Überreste der Grundmauern bestaunen, wobei man auch diese sehr genau suchen muß.

