Bornholm
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Granit & Gneis – Die steinerne Geschichte der Insel

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Granit Steinbruch auf Bornholm

Der Granit ist der wichtigste Bodenschatz Bornholms. Er ist, neben dem Gneis, besonders auf der nördlichen Hälfte der Insel zu finden. Mehr als die Hälfte der Insel besteht aus diesen fast 2 Milliarden Jahre alten Gesteinen. An der Westküste ragt die sonst so flache Küstelandschaft nördlich von Hasle steil auf. Diese rund 7000 Jahre alten Steilwände ragen bis zu 40 Meter über das Wasser. Von hier bis zum nördlichsten Punkt Hammer Odde wird die Landschaft vom harten Gestein geprägt. Nicht anders sieht es an der Ostküste aus. Die gesamte Küstenlinie von Hammer Odde über Tejn und Gudhjem bis Svaneke zieht sich ein Band aus Steinen und Geröll wie ein Band um die Insel.
Jahrhunderte lang wurde und wird auf der Insel Granit, Gneis und Sandstein abgebaut und das nicht nur zur Eigennutzung. Neben dem Hering war der Granit eines der wichtigsten Handelsgüter in jüngster Vergangenheit. Eindrucksvolles Zeugnis davon legen die teilweise still gelegten Steinbrüche ab. So zum Beispiel die am Fuße des Hammerknuden gelegenen gefluteten und nun in wundervolle Seen verwandelten Gruben. Heute haben sie so schöne Namen wie Opalsø und Krystalsø. Am beeindruckensten ist aber Bornholms größter See, der Hammersø.
Damit hat der Granitabbau in den letzten Jahrhunderten entscheidend zur Formung der Bornholmer Landschaft beigetragen. Auch heute noch verlassen über 250.000 Tonnen Gestein jährlich die verbliebenen Steinbrüche, meist, um exportiert zu werden. Durch sein unterschiedliches Alter und die teilweise unterschiedliche Zusammensetzung unterscheidet man mehrere Sorten des Bornholmer Granits. Es gibt Rønne-, Hammer- oder auch Svaneke-Granit, um nur drei zu nennen. Sie unterscheiden sich neben der Zusammensetzung und dem Alter auch in der Farbe. So ist zum Beispiel der Rønne-Granit, im Gegensatz zum Hammer-Granit, recht dunkel.
Um einen kleinen und anschaulichen Einblick in den Abbau von Gesteinen auf Bornholm zu gewinnen, sollte man einen Besuch im Steinbruchmuseum Moseløkken auf Hammeren nicht versäumen.